Was machen wir hier?!

AKHi – Arbeitsgruppe Kunsthandwerk Hildesheim-Südniedersachsen e.V.

Nun eigentlich begann Hildesheims Geschichte ja mit einer Rose und einer Begegnung. Der Legende nach, verfing sich der Reliquienanhänger von Kaiser Ludwig dem Frommen an einem Rosenstrauch (815), dieser deutete es als göttliches Zeichen und ließ eine Kapelle an der Stelle des heutigen Mariendoms errichten. Da die Rose damals nicht von dem sicher kunstvoll gearbeiteten Reliquienanhänger lassen wollte und somit einen wichtigen Schritt zur Gründung und Entwicklung Hildesheims tat – möchten wir ihr im 1200jährigem Jubiläum mit kunstvoll gearbeiteten Rosen („Rose auf Achse“) Danke sagen für diesen schönen Anfang und das freche Festhalten an einem entfernten Vorfahren unserer heutigen Arbeiten!

 

Die Angewandte Kunst hat seitdem in Hildesheim einige bedeutende Werke seinen Bischöfen zu verdanken, wie die beeindruckenden Bernwardstüren (1015) oder den Heziloleuchter (ca.1055-1065) und aktuell das Bergkristallkreuz (2014) auf der Irminsäule. Auch die Römer haben uns mit dem Hildesheimer Silberfund (2./3. Jh., aufgefunden 1868) wunderschöne Silberschmiedearbeiten „vermacht“. Und in der ägyptischen Sammlung des RPM finden sich herausragende Stücke der Gebrauchskunst.

Heute erfahren viele Abgänger der HAWK, teils mit vorherigen Gesellenbriefen aus Betrieben der HWK im Gebiet der Angewandten Kunst internationale Anerkennung und werden nicht selten mit bedeutenden Auszeichnungen geehrt. Und die Vielfalt der Gewerke ist noch größer und eine Entdeckung wert! Unsere Ausstellungsreihe zeigt das aktuelle Schaffen in dieser Stadt und lädt ein die Arbeiten, Menschen und Orte kennenzulernen.

Was wünschen wir uns für Hildesheim?

Dass Hildesheim lebt und blüht wie eine Rose. Aus seinen alten Wurzeln heraus, mit ständig neuen Blüten.  Wir zeigen Orte der Entfaltung in dieser Stadt und wünschen uns sehr, dass diese auch zukünftig hier und da gemeinsame Wege gehen, oder gemeinsame Ideen entwickeln. Das die Angewandte Kunst nicht nur in der Welt, sondern auch hier sichtbar wird, seine Stadt mitprägt…vielleicht kommt ja dann die Welt zu uns…

Wir danken sehr herzlich der HWK-Hildesheim für ihre treue Unterstützung der AKHi seit Gründung des Vereins 1958, ohne die unser Engagement für das Kunsthandwerk ganz sicher nicht so möglich wäre.

Was wünsche ich mir für Hildesheim?

Delfino Roman, Präsident der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen

Ich wünsche mir, dass in Hildesheim wieder mehr junge Menschen ein Handwerk erlernen. Die anspruchsvolle Verbindung von technischem Know-how, traditionellen Fertigungstechniken und vor allem Kreativität wird im Kunsthandwerk besonders deutlich. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dieser gebotenen Vielfalt zukünftig wieder mehr ausbildungswillige Jugendliche erreichen können. Der Betrieb meines Großvaters in der „Güntherstraße 40“ ist seit Jahren die Schnittstelle zwischen gestaltenden Handwerkern, Künstlern sowie Designern und bietet in seinen Ateliers eine einzigartige Atmosphäre.  Ich wünsche mir, dass solche Oasen der Produktivität und des künstlerischen Ausdrucks noch lange erhalten bleiben.